Wer isst schon nicht gerne Teigwaren? Die Gemeinde Wila weist eine industrielle Besonderheit auf: eine ehemalige Nudelfabrik in der Felsenegg. Während 92 Jahren gehörte die «Nudli» zum Dorfbild und zum Dorfleben. Gleichzeitig markiert das Fabrikgebäude mit der früheren Nutzung als Spinnerei seit 1830 den Beginn des Industriezeitalters und der industriellen Wasserkraftnutzung in Wila. Deshalb ist auch die Gebäudegeschichte aufschlussreich. Wila war nie ein Industriedorf, aber die begrenzten Möglichkeiten dafür zeigt die Entwicklung des Fabrikstandortes Felsenegg. Es ist eine Geschichte der ständigen Innovation bis heute. Die Ausstellung stellt in erster Linie das Teigwaren-Gewerbe in Wila in seinen regionalen, familiären und sozialen Zusammenhängen dar. Der Bevölkerung sind insbesondere die regelmässigen Spiele für Kinder in der «Nudli» im Rahmen des «Hoffnungsbunds» in bester Erinnerung – derartige Angebote gab es damals sonst schlicht keine im Dorf. Teigwaren sind heute noch ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Wieso entstand ausgerechnet in Wila eine Teigwarenfabrik? Was bedeutete sie im Dorfleben? Wieso musste sie ihren Betrieb einstellen? Wie zeigt sich dieses Gewerbe heute? Die Ausstellung zeigt mit Objekten und in Wort und Bild die Entwicklung und Schicksale der «Nudli» und der damit verbundenen Menschen.
Wolfgang Wahl
Ortsmuseum WIla
Tösstalstrasse 33
8492 Wila ZH
Immer am 1. Sonntag im Monat von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr von Oktober bis April
Führungen nach Absprache